GeoEnergie Taufkirchen – Zankapfel Geothermie

Taufkirchen – Taufkirchen – Zankapfel Geothermie: Die CSU stimmte nur zähneknirschend zu, und die ILT verurteilte das vierseitige Schriftstück gleich in Bausch und Bogen. Nach einer emotionalen Debatte sprach sich der Gemeinderat mit 15:8 Stimmen dafür aus, mit der „GeoEnergie Taufkirchen“ eine städtische Vereinbarung zum „Sondergebiet Geothermie“ am Lanzenhaarer Weg abzuschließen. Der Errichtung der umstrittenen Kraft-Wärme-Kopplungsanlage steht jetzt so gut wie nichts mehr im Weg.

Wie berichtet, will die „GeoEnergie Taufkirchen“ auf dem Baugelände ein solches Gebäude zur Nutzung der Erdwärme errichten. Dafür ist eine Änderung des Flächennutzungsplans nötig: Bislang war das Gebiet als „landwirtschaftliche Fläche mit besonderer ökologischer Funktion“ ausgewiesen, was es unter Schutz stellte und eine geothermische Nutzung untersagte. Mit Inkrafttreten des Vertrags ändert sich dies: Zwar wird darin der Gemeinde weiterhin die Planungshoheit eingeräumt, und festgelegt, dass die Gesellschaft für alle Kosten aufkommen muss, die durch die Bauleitplanung entstehen. Das rund zehn Meter hohe Gebäude erhitzt jedoch seit Monaten die Gemüter.

Zwar versichern alle Fraktionen, dass sie Geothermie als regenerative Energiequelle im Ort haben wollen – nur der Standort im Außenbereich sei für das geplante Kraftwerk ungeeignet, kritisieren CSU und ILT. „Die Nutzung der Geothermie-Energie ist nur im Gewerbegebiet Potzham anzustreben“, hielt Brigitte Koch (CSU) mit Blick auf das rund 500 Meter entfernte Areal fest. Es zeuge von einer „gewissen Scheinheiligkeit“, einerseits ein Landschaftsgebiet zu fordern „und dieses gleichzeitig mit Füßen zu treten“, legte sie nach. 

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